Radiobeitrag Albschnecke

Robert Edbauer, Student der Medienwissenschaft/Medienpraxis und Allgemeinen Rhetorik an der Eberhard Karls Universität Tübingen, 5. Fachsemester, erstellte einen Filmbeitrag sowie einen Radiobeitrag zur Albschneckenzucht. Sie behandeln die Albschneckenzucht Rita Gollers und ganz im Allgemeinen, die dazugehörige Forschung an der FH Nürtingen unter Leitung von Herrn Prof. Roman Lenz. Und dann natürlich auch die Verwendung und Zubereitung der Schnecken, nämlich zum Beispiel im Gasthof Hirsch in Indelhausen. Die Beiträge zeigen, wie die Schneckenzucht einmal war, wie sie heute ist, und wie sie vielleicht sogar künftig wieder an Bedeutung gewinnen kann.

Veranstaltungsreihe ALBSCHNECKE 11. Mai bis 8. Juli 2012 des Netzwerkkulturvereins Reutlingen sowie zahlreicher Partner

AlbSCHNECKE schön langsam - entschleunigt zukunftsfähig Die Veranstaltungsreihe zur AlbSCHNECKE beschäftigt sich aus verschiedenen Blickwinkeln mit der Schnecke, die als Symbol für Überdauern, Beharrlichkeit, Überlebensstärke und Kontinuität steht. Sie begleitet uns seit Jahrtausenden, ist als Versteinerung noch sehr präsent und typisch für unsere Region Schwäbische Alb, wo sie seit einigen Jahren wieder kultiviert wird.

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Master Thesis: "Untersuchungen zur Haltung von Weinbergschnecken"

Im Jahr 2009 wurde an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt, Nürtingen-Geislingen, in den Lehr- und Versuchgärten Tachenhausen, eine Abschlussarbeit zu Weinbergschnecken unter Betreuung von Prof. Dr. R. Lenz durchgeführt. Diese Arbeit kann jetzt vollständig eingesehen werden:

Master Thesis von Simon Frädrich, Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (FH), Oktober 2009: "Untersuchungen zur Haltung von Weinbergschnecken"

Aus der Zusammenfassung:

Seit dem Jahr 2000 wurden in Deutschland einige Anlagen zur Schneckenhaltung gegründet. Der Status und auftretende Entwicklungen innerhalb der Schneckennutzung sind aktuell nicht bekannt. Um die Wissenslücken zu schließen, wurde im ersten Teil der Arbeit daher eine telefonische Befragung mit den deutschen Schneckenhaltern durchgeführt. Aus dieser Umfrage vom 16.05.2009 bis zum 01.07.2009 gingen 21 aktive Schneckenhalter für Deutschland hervor. Im direkten Vergleich mit Italien bezüglich bewirtschafteter Fläche, Farmgröße und Produktionsmenge kann Deutschland bisher noch als Entwicklungsland in der Schneckenhaltung bezeichnet werden. Zu Beginn der Schneckennutzung wurde in Deutschland Helix pomatia als einzige Schneckenart gehalten. Mittlerweile ist Cornu aspersum als zweite Schneckenart hinzugekommen.

Zur Gestaltung der Gehegeeinrichtung gibt es viele Möglichkeiten, die auf verschiedenste Weise den Weinbergschnecken entgegenkommen können. Welche Strukturen von den Weinbergschnecken innerhalb einer Schneckennutzungsanlage bevorzugt werden, ist bisher nicht wissenschaftlich untersucht worden. Deshalb wurde im zweiten Teil der Arbeit ein Freilandversuch mit unterschiedlichen Strukturen und adulten Weinbergschnecken der Art Helix pomatia durchgeführt. Die Strukturen kamen in einem Mooswalm, einem Totholzhaufen, einer Heide, einer Steinhalde und dem Zaun zum Ausdruck. Mit dem Versuch konnten die attraktivsten Strukturen für den Morgen, Mittag und den Abend ermittelt werden.

Vollständiger Text und die Ergebnisse

Albschneck weiter unter Dauerbeobachtung und im Versuch

Am 25. Mai 2008 trafen sich ca. 20 "Albschneckler" im Hofgut Tachenhausen der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt, Nürtingen-Geislingen, um sich von Annegret Nikolai und Roman Lenz den Stand des dortigen Versuchsgartens erläutern zu lassen. Die dreiteilige Anlage beinhaltet ein naturnah nachempfundenes Freigehege (Bild 1) mit Unterschlupfmöglichkeiten (Bild 2) sowie die geschlossenen Kleingehege für die Fütterungsversuche (Bild 3).

Freigehege
 
  Bild 1 - Freigehege
Unterschlupfmöglichkeiten
 
  Bild 2 - Unterschlupfmöglichkeiten
Fütterungsversuche
 
  Bild 3 - Fütterungsversuche

Wenn möglich noch im Sommer will man eine weitere Anlage in der Umgebung besichtigen, um Erfahrungen auszutauschen und Anregungen für die eigenen Gärten zu bekommen.

Artikel von Annegret Nicolai & Roman Lenz zum Download:

Weinbergschneckenzucht auf der Schwäbischen Alb – ein Beitrag zur Regionalentwicklung

29. Oktober 2006, Archepassagier Albschnecke beim Salone del Gusto in Turin.

Am 29.10. fand ein Geschmackserlebnis mit dem Archepassagier Albschnecke beim Salone del Gusto in Turin statt. 65 Teilnehmer testeten neben der Albschnecke - mariniert auf einem Salatblatt - auch Schnecken aus italienischer Produktion. Einer der offiziellen Gastkritiker sprach von einer "besonders gelungenen Enthüllung, was im Schwäbischen in dieser Richtung gemacht wird"! Begleitet von Weinen des Winzers Dolde und Holzofenbrot aus Grabenstetten (Ochsen-Beck) sowie eines Brots der Handwerksbäckerei Mack war es eine sehr gelungene Verkostung! Die IG Albschneck war mit 5 Personen vertreten, und leistete tolle Arbeit! Eines der Vergleichsgerichte, eine Schneckensuppe mit der Schneckenart Cornu aspersum aus dem Piemont, wurde vom Moderator folgendermaßen kommentiert: "Diese Suppe besticht durch ihre Einfachheit..." Einer der Gastkritiker hatte sie (folglich) gar nicht aufgegessen...

Zum Salone del Gusto siehe auch: http://www.slowfood.de/intro_05_06/deutschl_salone/

22. Oktober 2006, Archemesse in Beuren.

Albschneck war hier mit einer Schneckensuppe vertreten. Es kamen ca. 1500 Besucher! Hier ein paar Impressionen.

12. Oktober 2006, es fand wieder ein Treffen der IG Albschneck statt.

Die diesjährige Ernte der Deckelschnecken steht an, und die Aussichten sind eher verhalten. Durch den krankheitsbedingten Ausfall eines Schneckengärtners, Verzögerungen bei der Genehmigung eines Schneckengartens sowie zurückhaltende Abgaben ausgewachsener Tiere - um die Nachzucht in 2006 nicht zu gefährden - bleibt die Ernte wie schon 2005 wohl hinter den Erwartungen bzw. Absatzmöglichkeiten zurück. Erst wenn die erste Nachzucht Erntereife erlangt - in ca. 2 Jahren - kann sich das ändern. So lange wird wohl nur überwiegend die lokale Gastronomie versorgt werden können.

Und: Die neuen Albschneck-Albshirts sind da! Wir werden sie demnächst an die Besteller verteilen! Wir finden, www.albshirt.de hat einen tollen Job gemacht!

Artikel vom 14.08.2006 aus SÜDWEST AKTIV - Alb Bote - zur offiziellen Einweihung des historischen Schneckengartens am 12. August

HISTORISCHER SCHNECKENGARTEN / Produktion, Vermarktung und Wissenschaft machen es möglich

Auf der Kriechspur zum Erfolg - Stede lobt Projekt oberhalb von Weiler - Inzwischen sechs Kleingärten in der Region

Die "IG Albschneck" hat einen tollen Job gemacht: Sie schrieb Erfolgsgeschichte, und das nicht im Schneckentempo lobte Hans-Jürgen Stede, erster Landesbeamte des Kreises, am Samstag das Projekt "Albschneck" bei der Einweihung des weltweit ersten historische Schneckengarten.

SABINE HERDER, WEILER

Immer den Schnecken nach: Zahlreiche Gäste und neugierige Besucher folgten am Samstag den Wegweisern ab Weiler in Richtung Kreuzweg zum historischen Schneckengarten. Die meisten davon waren mit Regenschirmen ausgestattet: Optimales "Schneckenwetter" - feucht und nicht zu warm - begleitete die Einweihung und sorgte dafür, dass Hayingens Bürgermeister Robert Riehle sein Grußwort unterm Regenschirm halten musste. Es sei, so Riehle mit einem Augenzwinkern, ein besonderer Anlass, dass in Weiler für einen Hock aufgestuhlt würde: Der kleine Ort sei jetzt "Mittelpunkt in Sachen historischer Schneckengarten in dieser Welt". Dies hat freilich seine Berechtigung: Die Schneckenzucht und -vermarktung besitzt auf der schwäbischen Alb Tradition: Besonders im 19. Jahrhundert wurden die "schwäbischen Austern" hier in solchen Gärten gehalten, gezüchtet und über Ulm bis nach Wien vermarktet. Einer der letzten größeren Schneckengärten befand sich auf dem Weiler Kreuzberg.

Nicht weit davon hat die IG Albschneck nun einen kleinen, historischen Schaugarten errichtet: Etwa 180 Schnecken leben darin, seine Fläche von zwei auf fünf Metern entspricht etwa der eines Hausgartens für den Eigenbedarf, wie er noch bis in die 50er Jahre vorkam.

Doch die IG Albschneck, der inzwischen Mitglieder aus Landwirtschaft, Gastronomie und Fremdenverkehr angehören, hat größere Ziele: Mit Unterstützung von Plenum und RegionenAktiv arbeitet die Interessengemeinschaft seit 2004 daran, die alten Vermarktungstraditionen wieder zu beleben. Diese Produktions- und Vermarktungsinitiative wird wissenschaftlich begleitet von der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU) und Prof. Dr. Roman Lenz.

So sind im Jahr 2005 sechs Kleingärten in der Region in Betrieb gegangen, rund 6000 Albschnecken wurden an die hiesige Gastronomie verkauft. 10 000 Schnecken sollen es 2006 werden, so informierte der Stellvertreter des Landrats Hans-Jürgen Stede die Einweihungs-Gäste. Diese Verknüpfung von kommerziellen und historischen Aspekten bewertete Riehle in seinem Grußwort als "sehr gute Ergänzung" Stede sieht darin sowohl Chance als auch Bedeutung für das entstehende Biosphärengebiet.

Gefeiert wurde die Einweihung des historischen Schneckengartens anschließend mit einem Hock in Weiler, wo der Gasthof Hirsch aus Indelhausen mit einer Schneckensuppe denn auch eine Albschnecken-Spezialität anbot. Hinter der "Grillschnecke" allerdings verbarg sich "nur" eine zur Schnecke gerollte Wurst.

Bei Grillsteak und Roten oder auch Kaffee und Kuchen ließen es sich einheimische wie auswärtige Gäste nach einem kleinen Ausflug zum Schneckengarten gut gehen.

Mit Information und Einzelheiten zum Projekt "Albschneck" konnten sich Interessierte am ebenfalls vorhandenen Infostand versorgen, darüber hinaus wurden von Alb-Guide Rita Goller Führungen angeboten. Wer den historischen Schneckengarten ohne Führung besucht, erfährt alles Wissenwerte über die Albschnecke auf zahlreichen kleinen Infotafeln.

Download

Kurz-Chronik zum Download

Historischer Schneckengarten vor der Vollendung

Derzeit wird lediglich noch am kurzen Fußweg zum Schneckengarten in Weiler gearbeitet. Der im Juli 2004 bereits errichtete historische Schneckengarten hat nun auch alle Informations- und Hinweisschilder erhalten. Diese Infotafeln sowie aktuelle Fotographien finden Sie in unserer Galerie. Zudem stellen wir den dazugehörigen Flyer mit Anfahrtsskizze etc. zum Download bereit.

Ein Statement in eigener Sache: Die Schwäbische Auster® - aus unserer Sicht ein Stück zu kurz gekrochen...

Endlich gibt es sie wieder, die Weinbergschnecken aus Süddeutschland, einst berühmt und begehrt. Noch heute finden sich Traditionslokale im Badischen und Schwäbischen, die diese Tradition, insbesondere zur Fastenzeit, lebendig halten - mit zunehmendem Zuspruch! Die Produktion steckt noch in den Anfängen, denn es muss um- und neu aufgestellt werden: vom Sammeln und ggf. Mästen auf eine nachhaltige Produktion in Zuchtanlagen. Allen neuen Produzenten kann man daher nur Mut und Durchhaltevermögen wünschen, schließlich war das "Geschäft" so gut wie ausgestorben.
Aber der "schnelle Euro" ist damit sicherlich auch nicht zu machen. Es sollte solide an die Tradition angeknüpft werden, möglichst ökologisch, und insbesondere wirklich authentisch. Genau da setzt unsere Kritik an der derzeit vertriebenen "Schwäbischen Auster®" einer Schneckenzucht an: Es sind, bislang zumindest, und nur mit Ausnahme der Albschnecke, keine Deckelschnecken. So nennt man die im Herbst sich in Winterruhe begebenden Weinbergschnecken, da sie ihr Gehäuse mit einem Deckel verschließen - und dadurch ihren besonderen Geschmack erst erhalten. Vor allem dann, wenn sie auf den Heideflächen der Alb mit ihren würzigen Kräutern vorher weiden durften. Solchermaßen verwendet und ggf. verarbeitet - tiefgefroren oder auch in Gläsern oder Dosen konserviert, verdienen sie die Bezeichnung "Schwäbische Auster" erst wirklich - wenn man die Tradition erst nimmt. Dazu gehört auch, dass auf die Herkunft der Zuchtschnecken geachtet werden sollte. Importe aus Italien müssen da nicht unbedingt zur Authentizität beitragen. Oder man muss die Albschnecke nehmen und sie so auch benennen, denn zumindest in Albschneck® steckt immer eine Deckelschnecke drin, wie sie früher auf den Heideflächen der Schwäbischen Alb gemästet wurden - so wie heute wieder!
Diese Produktions- und Vermarktungsinitiative wird zudem wissenschaftlich von der Hochschule in Nürtingen begleitet - denn, es wurde schon gesagt, es ist ein Wagnis, das einer Begleitforschung zum guten Gelingen durchaus bedarf.
Also: bitte keine "zu kurz gekrochenen Weinbergschnecken unter dem Namen Schwäbische Auster®". Aber trotzdem: Endlich gibt es sie wieder, die Weinbergschnecken aus Süddeutschland. Wir unterstützen daher grundsätzlich all diese Initiativen! Das eine muss das andere ja nicht ausschließen...

17. November 2005, Treffen der Interessensgemeinschaft Albschneck:

Testgärten mit gemischtem Erfolg...
...so könnte man das diesjährige Ergebnis der IG Albschneck zusammenfassen. Erst die Probleme, Einzäunungen genehmigt zu bekommen, dann in der Folge zu wenig Gartenfläche, und letztlich höhere Ausfälle als erwartet führen zu diesem gemischen Resultat.
Aber: die Musterproben können wie geplant durchgeführt werden, und insgesamt vier Gastronomen der mittleren Schwäbischen Alb dürfen mit Lieferungen zwischen 300 und 1500 Schnecken rechnen!
Am 19. Februar 2006 veranstaltet zudem Slow Food Stuttgart und Ulm ein Schneckenessen im Gasthof Hirsch in Indelhausen. Da soll es dann u.a. Vergleichsverkostungen mit anderen Herkünften geben, und ein italienischer Gastkoch wird auch erwartet! Siehe http://www.slowfood.de/convivien/stuttgart/alle_termine/schneckenessen/

Erntekolonne   Die Erntekolonne beim Durchrechen des lockeren Oberbodens, in dem die Deckelschnecken stecken.

  Das Objekt der Begierde, die frisch eingedeckelten Weinbergschnecken mit leuchtend weißem Kalkdeckel.

Bilder von diesem Herbst:

Schneckengarten in Buttenhausen   Gerade fertig geworden, unser neuer Schneckengarten in Buttenhausen.

Im alten Schneckengarten ist immer noch "Betrieb": Das warme Wetter verzögert das Eindeckeln zur Winterruhe (Fotos 5.11.2005).   Weinbergschnecke im Herbst

Neuer Flyer zur Albschnecke von SLOW Food Deutschland e.V.:

Slow Food hat jetzt für die vier offiziellen Archepassagiere in Deutschland einen Flyer gemacht! Es sind dies der Ostheimer Leberkäs, die Ahle Wurscht, das Murnau-Werdenfelser Rind sowie die Albschnecke. Flyer zur Albschnecke zum Download.

15. März 2005, Treffen der Interessensgemeinschaft Albschneck:

Das Treffen am 15. März, das mittlerweile vierte der Interessensgemeinschaft Albschneck, war geprägt von einer rundum gelungenen Zusammensetzung von angehenden Erzeugern einschl. des Landwirtschaftsamts, einem Verarbeiter, einem Geschirrproduzenten, der Gastronomie, Kunstinteressierten zum Thema Albschnecke sowie Touristikern, die dieser Thematik z.B. durch Veranstaltungen im Freilichtmuseum Beuren am 17.4., dem Regionalmarkt am 30.4. in Tübingen und in einer Kunstausstellung ab 1.05. in der Stiftung Geiselhart in Gundelfingen weiter Gehör verschaffen wollen. Für das weitere Vorgehen ist geplant, Ende April/Anfang Mai ein nächstes Treffen zu vereinbaren. Dazu werden Rahmenbedingungen der weiteren Projektförderung und einer evtln. Erzeugergemeinschaft vorgestellt werden, um ein gemeinsames Auftreten zu festigen. Immerhin ist die Albschnecke der erste Baden-Württembergische Arche-Passagier von Slow Food e.V. Deutschland, der auch international diese Anerkennung bekommen hat.

Weinbergschnecke nach der Winterruhe   Nach den eher halbwarmen Regengüssen der letzten Tage und der lang anhaltenden Schneedecke haben sich derzeit - Stand Ostern 2005 - nur einige wenige Weinbergschnecken bereits aus der Winterruhe auf der Alb ans Tageslicht begeben, so wie hier, im Testgarten in Buttenhausen.

Pressekonferenz ALBSCHNECK im Umweltschutzamt Reutlingen:

Am 15. Februar 2005 um 14:00 Uhr findet eine Pressekonferenz zum Thema "Albschneck" (Archepassagier bei Slow Food) mit zahlreichen Journalisten statt. Bei dieser Gemeinschaftsveranstaltung des Umweltamtes Reutlingen und den Slow Food Convivien Stuttgart und Tübingen sind Gäste herzlich willkommen!
Presseinformation zum Download.

Die Albschnecke ist Archepassagier:

Die Albschnecke wurde am 29. Januar 2005 von Slow Food Deutschland e.V. offiziell als Archepassagier anerkannt! Wir danken den Förderern von REGIONEN AKTIV und der Archegruppe von Slow Food Stuttgart für die Unterstützung.

Aktivitäten im Jahr 2004:

Treffen der Interessensgemeinschaft Albschneck und Schneckenverkostung:

Am 19.11. 2004 traf sich die Interessensgemeinschaft Albschneck wieder. Wesentliches Ergebnis war, mehrere Kleinanlagen zur Schneckenmast und -zucht in 2005 im Lautertal anzulegen. Positiv aufgenommen wurde auch das Interesse der Stiftung Anton Geiselhart in Gundelfingen, zum Thema Schnecken künstlerische und handwerkliche Aktionen in 2005 anzugehen. Als Idee kam zudem auf, ein kleines Schneckenmuseum in Weiler einzurichten - vorausgesetzt, die Leute vor Ort wollen dies.
Am 1.12.2004 fand eine Schneckenverkostung in Nürtingen statt. Deckelschnecken einer deutschen Zuchtanlage, Deckelschnecken aus einer Kleingartenanlage von der Schwäbischen Alb sowie "normale Dosenschnecken" wurden dabei verglichen. Die Deckelschnecken waren eindeutig geschmackvoller, leicht nussig und als frische Schnecken auch etwas bissfester in der Konsistenz. Die Deckelschnecken von der Alb waren nochmals interessanter, wenngleich die geschmacklichen Unterschiede weniger groß waren: aber die Schnecken füllten ihre Gehäuse besser aus, waren beim Kochen wesentlich weniger schleimig und zeigten bei etwas hellerem Fleisch bestes eigenes Aroma. Mit einer gezielten Zufütterung von Alb-heimischen Kräutern sowie mit extensiven Haltungsformen sollte dies noch weiter zu steigern sein...

Eingedeckelte Weinbergschnecke in der Winterruhe   Eingedeckelte Weinbergschnecke in der Winterruhe

Gutachten zum Arche des Geschmacks Kandidaten Albschnecke:

Am 16. Oktober 2004 wurde beim Slow Food Convivium Stuttgart das Gutachten des Arche Kandidaten Albschnecke eingereicht. Informationen zur Arche des Geschmacks finden sich auf der Homepage von Slow Food: http://www.slowfood.de (->Aktionen ->Arche).

Albschneck-Info:

September 2004:
Der neue Albschneck-Flyer informiert über die Interessensgemeinschaft Albschneck.

Pressetexte:

Alb-Bote, 18.03.2004:
Wenn statt Kühen Schnecken grasen.
Interessensgemeinschaft Albschneck gegründet.

Reutlinger General Anzeiger, 18.03.2004:
Schnecken zum Sammeln, Schauen, Schmausen
HAYINGEN. Das halbe Dorf katholisch? Dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass irgendwo im Ort noch ein Hinweis zu finden ist auf einen Sammelplatz für Schnecken, der einstigen Fastenspeise und auch hier zu Lande von Feinschmeckern wieder neu entdeckten Delikatesse. Auf der Lauterbrücke in Weiler erinnert der bronzene Schneckenmann an die lange vergessene Tradition des Schneckensammelns, die Roman Lenz zusammen mit einigen Hayingern jetzt wieder aufleben lassen will.
... Lesen Sie weiter im Reutlinger General Anzeiger

23./24. Juli 2004, Aufbau eines historischen Schneckengartens in Weiler/Indelhausen:

Am letzten Juliwochenende wurde in Indelhausen-Weiler ein historischer Schneckengarten durch die Stadt Hayingen mit Unterstützung der Interessensgemeinschaft Albschneck und Fördermitteln des Bundesprogramms "Regionen aktiv" erstellt. Es ist vermutlich der einzige historische Schneckengarten überhaupt, und er zeigt die verschiedenen Zaunkonstruktionen im Laufe der letzten zwei Jahrhunderte, beginnend mit Holzbrettern mit Nagelreihen als Abschluss, dann mit gewinkeltem Blech, später dann mit sog. Hasengitter, und heutzutage mit Kunststoffnetzen mit ebenfalls abgewinkelten, unüberwindbaren Hindernissen. In der Mitte des Gartens befindet sich ein sog. Walm aus Moos, der den Schnecken als Unterschlupf gegen Trockenheit und Kälte dient. In den kommenden Monaten werden noch entsprechende Hinweis- und Informationstafeln erstellt sowie einzelne Führungen angeboten.

Akteure und Unterstützer des Projekts
 
   Akteure und Unterstützer des Projekts: Revierförster Eberhardt, Richard Knupfer, Rita Goller sowie Elmar Birnbickel beim Planungstermin vor Ort
Zaunkonstruktionen und Mooswalm in der Erstellungsphase
 
  Zaunkonstruktionen und Mooswalm in der Erstellungsphase
Fertiger Garten
 
  Fertiger Garten

2. Mai 2004, Slowfood-Ausflug zum Schneckenessen nach Indelhausen:

Slowfood-Mitglied Roman Lenz und die Interessengemeinschaft Albschneck hatten am 2. Mai zu einer Info-Veranstaltung in den Gasthof Hirsch, Indelhausen, eingeladen. Die Leiterinnen der Arche-Arbeitsgruppe des Slowfood-Conviviums Stuttgart, Monika Titze und Waltraud Reimann, hatten die Mitorganisation übernommen und zusätzlich einen Besuch im Bauernhaus-Museum in Hohenstein/Ödenwaldstetten arrangiert.

Wichtigster Punkt dieses Ausflugs für die insgesamt 20 Slowfood-Mitglieder war natürlich das Schneckenessen, köstlich und variantenreich zubereitet von Franz Kloker. Durch den sonntäglichen Hoch- und zudem Festtagsbetrieb kam es leider zu längeren Wartezeiten - was aber alles in allem den Genuss kaum schmälerte....

Speisekarte für Slowfood   Die Speisekarte zum Schneckenessen - eigens für Slowfood!

Waltraud Reimann mit der Weinbergschnecken-Bärlauchsuppe.

      

Monika Titze mit dem Schnecken-Vergleichs-Gericht: Schmeckt man den Unterschied "aus der Dose" bzw. "frisch"

Schnecken-Vergleichs-Gericht   Weinbergschnecken-Bärlauchsuppe
 

16. März 2004, Informationsveranstaltung zum Projekt Albschneck in Indelhausen:

Interessensgemeinschaft Albschneck gegründet!

Aktivitäten im Jahr 2003:

28. September 2003, Alb-Erlebnistag in Ehestetten:

... Einer der jüngsten Schneckensuppenesser beim Alb-Erlebnistag.

Ond? Schmeckts?
Jo, ma kas scho essa!

Alb-Erlebnistag Ehestetten